Olympische Winterspiele - Super-G

    • 1
      Matthias Mayer
      Matthias Mayer
      Mayer
      Österreich
      Österreich
      1:19.94m
    • 2
      Ryan Cochran-Siegle
      Ryan Cochran-Siegle
      Cochran-Siegle
      USA
      USA
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    • 3
      Aleksander Aamodt Kilde
      Aleksander Aamodt Kilde
      Kilde
      Norwegen
      Norwegen
      +0.42s
    06:10
    Auf Wiedersehen
    Mit diesen Bildern von der Medaillen-Zeremonie und den drei mit Edelmetall behafteten Kilde, Cochran-Siegle und Mayer verabschieden wir uns und wünschen einen guten Morgen! Morgen wird bei den Technikerinnen die Slalom-Entscheidung ausgetragen (1. DG 03:15 Uhr, 2. DG 06:45 Uhr), bis dann!
    06:07
    Gold-Mayer
    Der überragende Fahrer des heutigen Tages kommt aus den rot-weiss-roten Reihen und heisst Matthias Mayer - es ist das erste österreichische Gold dieser Pekinger Winterspiele! Der 31-Jährige fährt bei den dritten Spielen seiner Karriere in Folge Olympisches Gold ein, womit er als erster Skifahrer dieses ganz besondere Kunststück schafft. Vier Hundertstel Vorsprung vor Cochran-Siegle hatte Mayer mit einer starken, goldenen Fahrt. Bei der Siegerehrung im Zielraum des Yanqing National Alpine Skiing Centre freut er sich gerade mit breitem Lachen über den Olympiasieg singt nun die österreichische Nationalhymne.
    06:02
    Cochran-Siegle feiert Überraschungs-Silber
    In der letzten Saison fuhr Ryan Cochran-Siegle beständig in der Weltspitze mit und konnte im Super G von Bormio sogar das erste Weltcuprennen gewinnen. In Gröden wurde er Abfahrts-Zweiter, der 29-Jährige wurde immer stärker. Dann der Schock: Ein heftiger Sturz auf der Kitzbüheler Streif handelte ihm eine Verletzung ein, von der er sich erholen und zurückkämpfen musste. Dass der US-Amerikaner jetzt mit der Olympischen Silbermedaille sein Karriere-Highlight feiert, ist eine grosse Genugtuung für Cochran-Siegle!
    05:58
    Bronzemedaille für Kilde
    Aleksander Aamodt Kilde wurde vor den Winterspielen als jeweiliger Disziplinenbester im Super G und in der Abfahrt als grosser Gold-Favorit in beiden Disziplinen gehandelt. Nachdem er gestern auf den fünften Rang fuhr, ist er auch heute nicht der Sieger. Ein breites Grinsen ist beim Norweger dennoch zu sehen, denn Bronze-Rang drei entschädigt ihn absolut lohnenswert! Landsmann Adrian Smiseth Sejersted verpasst mit einer überraschenden Fahrt hinter seinem Teamkollegen knapp das Treppchen.
    05:55
    Rennen beendet
    Zwei Vertreter der Gastgebernation beenden den Super G der Männer! Yangming Zhang bleibt knapp unter zehn Sekunden Rückstand, womit es keinen Athleten gibt, der einen zweistelligen Sekunden-Abstand zum goldigen Mayer aufweist. Denn Mingfu Xu rutscht in Innenlage weg und scheidet aus. 47 Athleten aus 21 Ländern sind heute angetreten, von denen 34 das Finish über den Kurs und auf den Brettern erreicht haben. Einen schlimmeren Sturz gab es dabei zum Glück nicht.
    05:50
    Odermatt und Feuz raus
    Die beiden grössten Swiss-Hoffnungen haben sich aus dem Rennen verabschiedet, bevor sich die eidgenössischen Ski-Fans wirklich auf den Zielspurt freuen konnten. Odermatt hat es bei der Einfahrt aus dem Steilhang erwischt, Feuz noch früher. So ist es nach dem Olympiasieg gestern heute ein enttäuschender Schweizer Abschneiden in der europäischen Nacht. Stefan Rogentin als 14. und Gino Caviezel mit Rang 16 fahren die einzigen Platzierungen für den Swiss-Ski ein.
    05:48
    Simon Breitfuss Kammerlander (BOL)
    Der nächste Südamerikaner ist ein weiterer Exot, doch seine Geschichte ist leicht nachzuvollziehen. Denn geboren wurde Breitfuss Kammerlander im Tiroler Pitztal, bevor er nach La Paz auswanderte. So nahm er seine Leidenschaft mit nach Bolivien und kann seitdem im Winter in Europa und im Sommer in Südamerika trainieren. Einen guten Platz für Bolivien fährt er heute leider nicht ein, denn er scheidet im Mittelteil aus.
    05:45
    Kriechmayr wird Fünfter
    Dass Matthias Mayers Gold beim ÖSV heute alles überstrahlt, ist klar. Bevor wir den Olympiasieger feiern, werfen wir noch einen schnellen Blick auf die restlichen Athleten im Lager rot-weiss-rot. Vincent Kriechmayr hat einen möglichen Platz unter den besten Drei im unteren Abschnitt hergegeben und wird solider Fünfter. Raphael Haaser und Max Franz sind mit den Startnummern 19 und 20 gestartet, beide mit nicht zu geringen Ambitionen aber früh ausgeschieden.
    05:39
    Joan Verdu Sanchez (AND)
    Andorranischer Skiläufer ist Joan Verdu Sanchez. Im Fürstentum zwischen Spanien und Frankreich kann man in den Pyrenäen Skifahren. Obwohl hier eher Freerider beheimatet sind, gibt es auch einige schnelle Pistenfahrer wie Joan Verdu Sanchez. Und er fährt richtig stark, bleibt bis zur dritten Zwischenzeit mit einer fehlerfreien Fahrt unter anderthalb Sekunden Rückstand und damit auf Kurs Top 15. Unten verliert er dann etwas zu viel Zeit, Platz 22 - direkt hinter keinem geringeren als Dominik Paris - sowie unter drei Sekunden Abstand zum Olympiasieger Mayer sind gleichwohl richtig stark!
    05:32
    Henrik Von Appen (CHI)
    Die ersten Exoten machen sich auf den Weg, unter ihnen beispielsweise der Chilene Henrik von Appen. In der Hauptstadt des südamerikanischen Landes geboren, nimmt Henrik Von Appen bereits an den dritten Olympischen Spielen teil. Auf der Südhalbkugel in Chile gibt es ja auch einige Skigebiete, wenn auch nicht in dem Umfang wie in Europa, Nordamerika oder Teilen Asiens wie Japan.
    05:28
    Guter DSV-Auftritt ohne Medaillenchancen
    Klar, nach den Erfolgen bei der letztjährigen WM in Cortina sind hohe Massstäbe angesetzt worden an die Speed-Männer und zwei Wettbewerbe ohne annähernde Chance auf Olympiagold vielleicht etwas enttäuschend. Nimmt man die bisherigen Saisonergebnisse als Massstab, ist es aber ein solides und zufriedenstellendes Resultat der deutschen Herren. Romed Baumann und Andi Sander rangieren direkt nebeneinander (7. und 8.) in den Top Ten, Youngster Simon Jocher wird guter 13. Josef „Pepi” Ferstl ist der Einzige, der sich eher enttäuschend vorstellt und aktuell auf Platz 18 platziert ist.
    05:20
    Mayer auf Kurs Triple-Gold
    Abfahrtsgold in Sochi, Super G-Gold in Pyeongchang, Super G-Gold in Peking. Das könnte die Olympische Goldmedaillensammlung von Matthias Mayer nach dem heutigen Tag sein, womit der Österreicher eine historische Medaille holt und das Kunststück schafft, bei drei unterschiedlichen Winterspielen ganz oben zu stehen. Etwas überraschend folgt auf dem Silberrang zwei Cochran-Siegle, Bronze wird aller Voraussicht nach der norwegische Top-Favorit Aleksander Aamodt Kilde holen. Die Top 30 ist durch, womit wir eine vorläufige Bilanz ziehen. 17 Athleten, teils aus wahren Exotennationen gehen noch an den Start. Eine Überraschungsfahrt aufs Podium ist inzwischen sehr unwahrscheinlich.
    05:16
    Miha Hrobat (SLO)
    Auch der Slowene scheidet aufgrund einer zu direkten Linie aus.
    05:14
    Brodie Seger (CAN)
    Ganz unterschiedlicher Auftritt im kanadischen Team: Crawford und Philp überzeugen, Seger und Thompson scheiden früh aus und verbauen sich damit selbst die Möglichkeit zu überraschen.
    05:12
    Blaise Giezendanner (FRA)
    Ist nochmal Zittern angesagt? Für Mayer nicht, aber einige vorne platzierten Fahrer sollten nochmal nach oben schauen. Denn Blaise Giezendanner hat schon in Kitzbühel sensationell den Podestplatz drei eingefahren. Auch heute fährt er gut mit und schickt sich an, die Top Fünf zu attackieren. Ein kleiner Fehler vor dem Zielsprung verhindert dies, ein starker neunter Platz hinter den beiden Deutschen steht da!
    05:09
    Nils Allegre (FRA)
    So langsam nimmt das Gold für Matthias Mayer und damit das erste für die österreichischen Skifahrer und rot-weiss-rot insgesamt mehr und mehr Farbe an. Weil auch Nils Allegre sich ganz hinten einreiht und die aktuellen Fahrer keine Top-Fahrten mehr vermuten lassen, kann Mayer sich mehr und mehr auf das Singen der österreichischen Hymne vorbereiten.
    05:07
    Broderick Thompson (CAN)
    Philp wird vom nächsten Kanadier gefolgt, der ihm das Kunststück, in die Top Ten zu fahren, nicht nachmachen kann und ausscheidet.
    05:05
    Trevor Philp (CAN)
    Technisch versiert ist die Fahrt von Trevor Philp, sodass der Kanadier ohne Fehler nur achte Zehntel aus dem Steilhang mitnimmt. Philp könnt hier nochmal für eine Überraschung sorgen, verliert in den letzten Gleitpassagen sowie im Zielsprung dann doch noch etwas Zeit. Mit Platz neun wird er aber einen Platz unter den besten Zehn einfahren, was eine starke Leistung markiert!
    05:03
    Kjetil Jansrud (NOR)
    Jansrud hat dieser Tage Schlagzeilen mit seiner Kritik an der Rennleitung in Folge des abgebrochenen Abfahrttrainings gemacht. Der angeschlagen fahrende Norweger ist einfach nicht mehr in der absoluten Weltspitze unterwegs, bei seiner fünften Olympia-Teilnahme hat er im Super G, seiner Gold-Disziplin von Sochi 2014, über drei Sekunden Rückstand und übernimmt die rote Laterne von Dominik Paris.
    05:01
    Matteo Marsaglia (ITA)
    Zu unruhig ist die Fahrt vom Italiener Matteo Marsaglia. Der Römer hat 2012 seinen ersten und einzigen Weltcupsieg im Super G feiern können, fährt hier und heute aber nicht um die Top-Platzierungen mit, da er zu unruhig agiert.
    04:59
    Bryce Bennett (USA)
    Der US-Amerikaner fährt von Beginn an nicht bei den Top-Athleten mit und kann im Ziel nur Ferstl und Paris hinter sich lassen.
    04:58
    Baumann glaubt an Olymiasieg von Matthias Mayer
    Der erste Deutsche hat sich soeben vor die Mikrofone gestellt und im ARD-Interview Bilanz gezogen. Mit seiner eigenen Leistung war der ehemalige ÖSV-Fahrer Romed Baumann einverstanden. Dass es nicht für eine Medaille reichte, konnte der 36-Jährige verkraften: „Für eine Medaille muss einfach alles zusammenpassen. (...) Ich habe es probiert, es hat nicht funktioniert” Auf die Frage, ob Matthias Mayer, ein paar Meter neben ihm in der Leaderbox stehend, der Super G-Olympiasieger wird, antwortete der DSV-Athlet: „Ich möchte es nicht verschreien, aber es sieht schon sehr gut aus.”
    04:55
    Simon Jocher (GER)
    Der letzte Deutsche! Simon Jocher feiert sein Olympia-Debüt. Der 25-Jährige hat sich in den letzten Saison stetig verbessert und kann mittlerweile schon um die Top 20, in der heutigen Konkurrenz vielleicht ja sogar um die Top Ten mitfahren. Ein Fehler zu Beginn verhindert dies, Platz elf (Stand jetzt) bei der Olympia-Premiere ist für Jocher dennoch zufriedenstellend.
    04:50
    Max Franz (AUT)
    Auch für Franz ist das Rennen zügig vorbei. Seit einem Geländeübergang fährt er dem Kurs hinterher, hält sich ein paar Schwünge noch im Rennen, schwingt dann aber ab, weil er schliesslich die Linkskurve nicht mehr erreichen würde.
    04:47
    Raphael Haaser (AUT)
    Zwei Österreicher und ein Deutscher werden sich jetzt die Piste herunterstürzen. Der ÖSV-Geheimkandidat Raphael Haaser begräbt seine Medaillenträume schnell, fährt eines der „blinden Tore” wie schon Bailet mit der Startnummer zwei zu direkt an und kann das nächste Tor nicht mehr erreichen.
    04:46
    Christof Innerhofer (ITA)
    „Der Aussenski ist der Chef!” Immer wieder bekommt der Spruch praktische Unterstützung und Beispielmaterial, selbst aus der Weltspitze. Innerhofer lehnt sich bei einem Linksschwung deutlich zu weit nach innen, verliert dabei komplett die Kontrolle über seinen Chef, sodass ihm die Bretter aussen weggleiten und er stürzt.
    04:43
    Andreas Sander (GER)
    Andi Sander macht sich als dritter Deutscher auf den Weg und wie auch Baumann kann er sein gestriges enttäuschendes Ergebnis voraussichtlich verbessern. Was nicht heisst, dass er vorne mitfahren kann, was bei diesem Grossereignis schon das Ziel der Deutschen war. Sander baut ebenfalls keinen grossen Fehler, aber dennoch zu viel Rückstand auf. Knapp hinter seinen Teamkollegen schiebt er sich - Stand jetzt - auf Platz acht.
    04:40
    James Crawford (CAN)
    Crawford war gestern der unglückliche Vierte, was natürlich eine super Leistung des Kanadiers war, die aber schlussendlich nicht für Edelmetall reichte. Heute gibt es keine kanadische Überraschung, Crawford bilanziert seine Fahrt im Zielraum selbst treffend: „too much risk” - zu viel Risiko. So hat es ihm ein paar Mal den Oberkörper verrissen und er reiht sich - dennoch gut - kurz vor Baumann an.
    04:38
    Beat Feuz (SUI)
    Der neue Abfahrts-Olympiasieger scheidet früh aus, weil er zu wenig in die Linie investiert. Er fährt einen Rechtsschwung zu direkt an und kann sich nicht mehr in das nächste Tor retten. Die Enttäuschung hält sich angesichts der gestern gewonnenen Goldmedaille in Grenzen.
    04:37
    Ryan Cochran-Siegle (USA)
    Letztes Jahr auf der Streif in Kitzbühel gestürzt musste Ryan Cochran-Siegle seitdem einen schwierigen Weg gehen, hat sich langsam, aber sicher immer weiter nach vorne gekämpft. Und das zeigt der US-Amerikaner hier, wählt im Canyon eine etwas andere Linie als sein Vorgänger Mayer, die ebenfalls viel Speed mitbringt. So kann er vielleicht sogar den Führenden attackieren, oder? Ja, er baut immer mehr Geschwindigkeit auf und nähert sich der Top-Zeit an. Was für eine Farbe blinkt im Ziel auf? Rot! Vier Hundertstel fehlen Cochran-Siegle, doch das könnte gut für eine Medaille reichen!
    04:34
    Matthias Mayer (AUT)
    Der Bronzemedaillengewinner von gestern musste im Starthaus ein wenig warten, weil eine von Ferstl gebrochene Stange ersetzt werden muss. Als es losgehen kann, scheint er ein wenig nervös, katapultiert sich beinahe zu früh heraus und muss den Start nochmal korrigieren und neu angehen. In der Fahrt kann er die Nervosität ablegen, fährt einen Sprung im oberen Abschnitt wie schon Ferstl zuvor zu direkt an. Viel Rückstand baut er dabei aber nicht auf und danach geht es voll auf Attacke! Die Ausfahrt aus den Steilhang erwischt er toll, hat eine klasse Position auf dem Ski und kann mit der richtigen Dosis Druck auf dem Aussenski seine Bretter klasse unter Zug halten. So kann er aus zwei Zehntel Rückstand vier Zehntel Vorsprung im Ziel machen und jubelt sein Adrenalin mit lauten Freudenschreien im Ziel heraus! Kilde verdrängt, war das die Fahrt zum Triple-Gold?
    04:30
    Josef Ferstl (GER)
    Wie macht sich der zweite Deutsche? Sein Teamkollege hat hier eine gute Fahrt in den Schnee gezaubert, die eine Schwachstelle am Ende des Steilhangs hatte. „Pepi” Ferstl kann seinem Landsmann nicht folgen, fährt von oben bis unten ohne riesigen Patzer, aber mit zahlreichen kleinen Fehlern. So reiht er sich weit hinten ein und blickt im Ziel etwas verzweifelt drein.
    04:27
    Vincent Kriechmayr (AUT)
    Im Zielraum ballt Kriechmayr die Faust, wenn auch ein wenig verhalten. Die Schlüsselstelle dieses Super G, die Ausfahrt aus dem Steilhang, fährt er gut an und nimmt Geschwindigkeit in den letzten Abschnitt mit. Dass es für ganz vorne reicht, dafür ist die Fahrt aber - wie seine Faust im Ziel - ein wenig zu verhalten und vorsichtig. Mit Platz drei kann der Österreicher zunächst aber erstmal zufrieden sein.
    04:25
    Adrian Smiseth Sejersted (NOR)
    Norwegische Doppelführung! Der 27-jährige Sejersted hat im Super G absolut das Potenzial, vorne hineinzufahren. Er fährt mit besonderer Geschichte, hat starke Schmerzen im Knie, wollte aber trotzdem unbedingt an den Start gehen. Und das zahlt sich aus! Vor allem technisch ist das eine ansprechende Fahrt, die ihn in die Gefilde von Kilde bringt. 0,32 Sekunden Rückstand sind es im Ziel, die beiden Norweger freuen sich gemeinsam und schreien sich im Positiven und voller Adrenalin an.
    04:22
    Marco Odermatt (SUI)
    Frust beim Eidgenossen! Oben ist das ein bekannt guter Auftritt von Odermatt, der Gesamtweltcupführende will die Zeit von Kilde attackieren. Doch schon die Einfahrt in den Steilhang fährt er nicht optimal an und danach findet er nicht mehr in die Linie zurück. Bei der Ausfahrt in den Canyon versucht er diese zurück zu gewinnen, ist dabei aber in Rücklage und lässt sich weit hinten hineindrücken. Er verliert die Kontrolle über die Skischaufel und scheidet aus, kann immerhin einen Sturz vermeiden. Odermatt fährt enorm enttäuscht in den Zielraum.
    04:19
    Romed Baumann (GER)
    Der erste Deutsche macht sich auf den Weg. Korrekterweise Deutsch-Österreicher, bis vor ein paar Jahren fuhr Baumann ja noch im Trikot des ÖSV. Der WM-Zweite des WM-Super G im letzten Jahr beginnt gut und hat scheinbar richtig Bock. Vor allem die ersten Schwünge sind auf Attacke, zudem auf Zug, gefahren. Ausfahrt aus dem Steilhang nicht optimal erwischt, in den folgenden Gleitpassagen fehlt das Tempo ein wenig. Es geht auf Platz zwei, aber mit einem grossen Abstand von etwa sieben Zehnteln. Für was reicht dieser Lauf?
    04:16
    Aleksander Aamodt Kilde (NOR)
    Nachdem es für den Speed-Dominator der laufenden Saison in der gestrigen Abfahrt „nur” für Platz fünf gereicht hat, fährt der Norweger heute mit Wut im Bauch. Was nicht bedeutet, dass es eine verkrampfte Fahrt ist. Zügig baut er den Vorsprung auf eine Sekunde aus und kann trotz etwas misslungener Ausfahrt aus den Steilhang diese konservieren. Exakt eine Sekunde Vorsprung im Ziel - das war potenziell eine Medaillenfahrt, vielleicht ja sogar die Goldfahrt?
    04:14
    Dominik Paris (ITA)
    Klar ist aber auch: Die grösseren Favoriten stehen noch oben. So zum Beispiel Dominik Paris, der aber immer wieder einfach zu fehlerhaft fährt. Schon aus dem Starthaus heraus rutscht er bei einigen Kurven erstaunlich viel, verliert damit natürlich Geschwindigkeit. Im Steilhang ein weiterer Fehler - das war eine von oben bis unten verkorkste Fahrt. Paris übernimmt die rote Laterne.
    04:12
    Travis Ganong (USA)
    Dem US-Amerikaner ist schon einiges zuzutrauen, als Achter der Disziplinenwertung hat er Ansprüche auf eine Top-Ten-Platzierung. Ganong baut einen Fehler ein und fährt aus der Optimallinie heraus. Danach macht er seinen Job besser, gleitet gut und verpasst die Führung nur um eine Hundertstel.
    04:10
    Gino Caviezel (SUI)
    Der Riesenslalom-Spezialist hat in der laufenden Saison Super G-Ergebnisse eingefahren, die als in Ordnung zu bewerten sind. Caviezel erwischt die Ausfahrt aus dem Steilhang gut, nimmt am meisten Speed der bisherigen Sportler mit. Weil in den anderen Passagen sein Auftritt gut, aber zu wenig forsch ist, reiht er sich im Ziel hinter Landsmann Rogentin ein.
    04:07
    Alexis Pinturault (FRA)
    Der Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison hat dieses Jahr bis dato nicht so richtig zu seiner Stärke gefunden und gehört dementsprechend nicht zum engen Favoritenkreis. Im Steilhang erwischt der starke Techniker die Kurven gut und fährt eine gute Linie. Mehr als sechs Zehntel bringt er in den letzten Abschnitt mit, von denen er in den Gleitpassagen noch vier verliert. Dennoch heisst der neue Führende Pinturault.
    04:05
    Matthieu Bailet (FRA)
    Jetzt kommt der erste Franzose! Und der hat sich den Kurs nicht wirklich gut vor Augen geführt, scheidet bei einem der in Peking zahlreichen „blinden Tore”, bei denen man im kupierten Gelände blind Richtung zum nächsten Tor machen muss, aus. Er fährt den Geländeübergang viel zu direkt an und erwischt die nächste Kurve nicht mehr - das war schwach!
    04:03
    Stefan Rogentin (SUI)
    Der Schweizer, der sicherlich für eine starke Fahrt sorgen kann, wird uns hier als Erster durch den Kurs führen. In den oberen Abschnitten ist der Super G sehr rhythmisch aufgebaut, beinahe riesenslalommässig - nur mit grösseren Radien - geht es dort den Berg herunter. Rund um die Engstelle im Canyon kommt es dann ein wenig mehr auf die Gleitfähigkeiten der Sportler an. 1:21,57 ist die erste Richtzeit, die der Eidgenosse in einer grundsoliden Fahrt setzt.
    04:00
    Schnappt sich Kilde Edelmetall?
    Der 29-jährige Kilde hat schon so einige Erfolge vorzuweisen, eine Medaille bei einem Grossereignis war noch nicht dabei. Es wäre mal Zeit für den Streif-Sieger in der Abfahrt, nach 15 Podestplatzierungen ist der Norweger reif für Olympisches Edelmetall. Beide Disziplinenwertungen in den schnellen Disziplinen führt er dieses Jahr an, da ist doch einiges möglich, oder? Weitere Medaillenkandidaten sind im US-amerikanischen Team sowie in Dominik Paris oder den Franzosen zu finden. Es ist angerichtet!
    03:56
    Brustlöser für Deutschland?
    Beim letztjährigen Grossereignis, der Alpin-WM in Cortina d'Ampezzo haben die DSV-Fahrer den Ski-Fans noch so viel Freude bereitet - insbesondere die Speed-Männer mit den beiden Silbermedaillen von Sander (Abfahrt) und Baumann (Super G). Dass es diese Saison schwieriger damit werden würde, zeichnete sich bereits im Weltcup ab, hat sich in der Abfahrt auch bestätigt. Ein Brustlöser für den DSV wäre dabei ziemlich hilfreich, auch für die weiteren Teammitglieder. Gestern reichte es nicht für einen Top-Ten-Platz, Baumann (13.) war der beste Deutsche. Anhand der Disziplinenwertung ist Andi Sander (dort Neunter) der grösste deutsche Medaillenkandidat, Super G-Spezialist Josef „Pepi” Ferstl folgt ihm. Der junge Simon Jocher wird den gestern gestürzten Dominik Schwaiger ersetzen, auch diesen Schock gilt es für das Team erstmal zu verkraften.
    03:50
    Feuz kann befreit auffahren
    Dass Beat Feuz in den Speed-Disziplinen immer im Favoritenkreis zu nennen ist, ist kein Geheimnis. Wenn auch die Königsdisziplin Abfahrt mit Abstand seine stärkere der beiden schnellen Disziplinen ist: Nach seiner gestrigen Goldmedaille in eben dieser ist dem 34-Jährigen jetzt alles zuzutrauen, schliesslich kann er befreit auffahren. Mit dem Olympiasieg vollendete der dreifache Streif-Sieger übrigens den Medaillensatz nach Silber im Super G und Bronze in der Abfahrt 2018. Stefan Rogentin ist analog zu Raphael Haaser beim ÖSV für eine Überraschung gut, fuhr in den beiden Super G-Weltcupstationen in Italien jeweils in die Top Ten. Die grösste Gold-Hoffnung ist aber ein anderer: Jungtalent Marco Odermatt. Den 24-Jährigen noch als Jungtalent zu bezeichnen, ist fast ein wenig abwegig, denn an ihm wird diese Saison im Gesamtweltcup nichts vorbeiführen. Der vorerst im Riesenslalom starke Odermatt hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren auch in den Speed-Disziplinen in die Weltspitze gemausert - allen voran in der etwas technischeren Super G. So hat er bereits zwei Weltcup-Siege in dieser feiern können und ist als Zweiter in der Disziplinenwertung heute ein ganz heisses Eisen im Gold-Feuer.
    03:42
    Wann gibt es das erste ÖSV-Gold?
    Eine Olympische Goldmedaille ist fest in der rot-weiss-roten DNA verankert. In den bisherigen zwei Rennen, der auf gestern verschobenen Abfahrt und dem ebenfalls gestern regulär stattfindenden Riesenslalom der Damen, gab es diese noch nicht. Während bei den Technik-Spezialistinnen im Riesenslalom eine Medaille bei guter Konkurrenz eher überraschend gewesen wäre, haben sich Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer in der Abfahrt Hoffnungen auf Gold gemacht. Mayer hätte das Triple-Gold (Sochi Abfahrt 2014, Pyeongchang Super G 2018) holen können, sicherte sich mit einer starken Fahrt stattdessen die Bronzemedaille. Noch ist der Triple-Olympiasieg drin, nur eben im kleinen Bruder der Abfahrt, dem Super G. Kriechmayr wurde in der Abfahrt Achter und möchte dieses Ergebnis heute sicherlich verbessern, der in diesem Winter bislang so schwache Max Franz wurde immerhin Neunter und zeigt sich weiterhin in Schlagdistanz. Ein Geheimkandidat des ÖSV ist Raphael Haaser, der sich im Super G diese Saison unter die Top-Leute gemischt hat und in Bormio mit Platz zwei überraschte. Ist auch in Peking eine Überraschungsfahrt drin?
    03:32
    Herzlich willkommen
    Eine gute Nacht zur nächsten Entscheidung im Ski Alpin! Nachdem die Speed-Spezialisten sich gestern in der Abfahrt gemessen haben, steht nur einen Tag später der Super G an. Um 04 Uhr deutscher Zeit (11 Uhr chinesische Ortszeit) wird das Rennen beginnen.

    Medaillenspiegel

    #LandGoldSilberBronzeGes
    1NorwegenNorwegen1681337
    2DeutschlandDeutschland1210527
    3ChinaChina94215
    4USAUSA810725
    5SchwedenSchweden85518
    6NiederlandeNiederlande85417
    7ÖsterreichÖsterreich77418
    8SchweizSchweiz72514